Der neue Merker, July 2002

"Lucia Di lammermoor" stand im Zeichen einer aufregend guten Wiener Staatoperndebutantin, die sich im tschechoslowakischen Raum bereits profilieren konnte (und von einem unserer Merker in Brunn schon als Traviata ind Gilda entdeckt wurde): marina Vyskvorkina – eine jener erfreulichen Erscheinungen im sogenannten Koloraturfach, die nicht nur Ziergesang bieten, sondern das ganze breite Spektrum an Ausdrucksmoglichkeiten, die den Titelheldinnen eines Donizetti, Bellini oder Vrdi echten Lebensatem einzuhauchen vermogen.